Influencerin

Eine Thailand Reise brachte mich 2016 zu Instagram. Während ich meinen Feed zunächst mit den obligatorischen Palmenbildern füllte, kamen schnell die ersten Selfies hinzu. Von da an nahm die Influencer-Karriere ihren Lauf. Gestellte Bilder, teure Klamotten und retuschierte Augenränder. Das Hobby wurde zu einer Obsession und nahm nicht nur meine Gedanken vollends in Anspruch, sondern auch meinen gesamten Tag. Ich war richtig tief drin im „Insta-Game“.

Zum Glück behielt ich mir in all dem Wahnsinn immer noch meinen gesunden Menschenverstand. Und nach der ersten Euphorie, ausgelöst von Likes & Kommentaren, landete ich wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich war schnell genervt von den immer gleichen Posen und völlig inhaltslosen Beiträgen. Genervt von den Gucci Taschen, den Schmollmündern und den #luxurylifestyle Bildern.

Das was in dieser Branche lange als „schön“ oder erstrebenswert galt, ist nicht mehr als eine oberflächliche Sichtweise. Und eine bis ins unerkenntliche gephotoshoppte Realität. Ich weiß wovon ich spreche. Immerhin habe ich mal über tausend Euro für eine angesagte Designertasche hingelegt – mit richtigen Bauchschmerzen. Junge Menschen die sich verschulden, um in diesem Konsumwahnsinn mithalten zu können. InfluencerInnen, die sich über ihre Einflussnahme nicht im Klaren waren (sind). Oder diesen Einfluss verantwortungslos einsetzten. Ich beschloss, nicht länger Teil dieser Bewegung zu sein.

Sinnfluencerin statt Influencerin

Heute verstehe ich mich mehr als Sinnfluencerin. Ich möchte Mehrwerte schaffen und meinen Social Media Aktivitäten mit Verantwortung begegnen. Das heißt nicht, dass ich auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen oder das Posten von Bildern in tollen Outfits verzichte. Allerdings achte ich heute sehr genau auf meine Kooperationspartner und ihre Produkte. Ich trage völlig normale Klamotten und habe aufgehört irgendwelche unnatürlichen Bilder zu posten.

Lieber spreche ich mit meiner Community über Themen wie gesundes Körperbewusstsein, Biokosmetik, den weiblichen Zyklus, meine Lieblingsbücher oder meine Lieblingsstadt Köln. Eben alltägliche Themen über die ich mir Gedanken mache, mögen sie „sexy“ sein oder nicht – völlig egal! Ich möchte einfach mein echtes Ich zeigen. Mit ein bißchen Speck, den ersten Fältchen und ganz viel Spaß am Leben. 🙂

News: Ich bin stolz, 2021 als Brandface für die zertifizierte Naturkosmetik-Marke Sanoflore tätig sein zu dürfen!

Solltet ihr Lust auf eine Kooperation haben, schreibt mir. Wenn wir zusammen passen, lasse ich euch gerne mein aktuelles MediaKit zukommen. 🙂 Ihr sucht die richtigen Influencer für euer Produkt? Da kann ich euch helfen. Schaut gerne unter dem Punkt Influencer Marketing vorbei.